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Internet-Philosophie Stand: 2002-09-29

Offenheit und verteilte Verantwortung

Informationen sind grundsätzlich allen zugänglich.
Dies kann zwar verhindert werden, was aber zusätzlichen Aufwand bedeutet (z.B. Intranet Zugriff nur über Username/Passwort bei kommerziellen (kostenpflichtigen) Informations-Anbietern). 
Der Zugriff auf Ihre Informationen sollte nur dann begrenzt werden, wenn es Ihnen selber schaden könnte (z.B. Firmeninformationen, die der Konkurrenz dienlich sein könnten). "Das braucht niemand außer XYZ zu wissen!" sollte kein Grund für eine Zugriffsbegrenzung sein. 
Einigen Regierungen fällt es schwer, ihrer Bevölkerung den freien Zugang zum Internet zu gewähren. Sie haben Angst, sie könnten ideologisch beeinflusst werden. 

Offen für alle
Es gibt keinen, der Inhalte von Informationsanbietern kontrolliert, zensiert oder der gar die Veröffentlichung verhindern kann. 
Im Prinzip darf jeder machen, was er will - das Internet ist basisdemokratisch und anarchistisch. 

Marktorientiertes Verhältnis zwischen Informationsanbietern und -abnehmern
Jeder Anbieter ist für seine Inhalte selbst verantwortlich. Langweilige oder uninteressante Information wird man kaum freiwillig abrufen. Eine Firma, die sich im Internet schlecht präsentiert, schadet sich letztlich selber. 

Es gibt keine Firma "Internet"
Es gibt keinen, dem das Internet gehört. Um ins Internet zu gelangen, nehmen Sie die Dienste von Providern in Anspruch, die Sie mit dem Internet via Modem (Telefonleitung), ISDN oder Standleitung verbinden. 
Die verschiedenen Internet-Dienste und Techniken (Protokolle) sind weltweit standardisiert. Es ergibt sich somit kein Produktdiktat. Konventionen und Normen werden in Gremien erarbeitet und veröffentlicht. Firmen, die in Internettechniken investiert haben, brauchen keine Angst zu haben, dass sie z.B. Opfer einer Produktabkündigung werden. 
Einschränkungen ergeben sich dann, wenn über das Intranet proprietäre Daten übertragen und weiterverarbeitet werden, die nur auf bestimmten Plattformen (Rechner- und Betriebsystemen) oder mittels spezieller Software laufen. 

Die Beteiligten tragen Verantwortung für ihre Rollen:

  • der Provider, der seinen Kunden den Internet-Zugang verschafft,
  • der Netzbetreiber, der sein Netz ans Internet (und/oder Intranet) koppelt,
  • der Server-Betreiber, der eigene oder Inhalte von Kunden auf seinen Rechnern ins Internet bringt,
  • der Informationsanbieter (Content-Provider, Firmen, Privatleute, Vereine etc.), die für ihre Inhalte selber verantwortlich sind.
Man kann also keinen Provider dafür verantwortlich machen, dass es über seinen Zugang möglich ist, an jugendgefährdende oder kriminelle Inhalte zu kommen. Sie beschweren sich ja auch nicht bei der Post, wenn Sie einen Erpresserbrief bekommen. 

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